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Kain und Abel


Bibeltext: 1. Mose 4,1-16, Hebr. 11,4

Lehre: Gott ruft dich zur Umkehr.


Bibelvers: Apg 3,1 (EU) Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.


Adam und Eva dachten noch oft an den Garten Eden. Dort war alles so schön gewesen. Aber jetzt war alles anders. Sie waren nicht mehr dort, weil sie Gott nicht gehorcht hatten. "Hätte ich doch bloß nicht die Frucht gegessen", dachte Eva jetzt oft. Aber es war zu spät.


Trotzdem gab es auch schöne Dinge für Adam und Eva. Denn bald bekamen sie einen Sohn. Sie freuten sich sehr und nannten ihn Kain. Kurz darauf bekam Kain einen Bruder, Abel. Adam und Eva hatten viel Freude mit ihren Kindern. Sie sahen ihnen beim Spielen zu. Aber die Kinder wurden älter und bald waren es schon junge Männer. Kain und Abel waren Brüder, aber sie waren sehr unterschiedlich. Kain wurde Bauer. Er säte und er erntete, was auf seinen Feldern wuchs. So sorgte er mit dafür, dass die Familie etwas zum Essen hatte. Abel aber liebte die Tiere. Er wurde Hirte. Er brachte die Tiere auf die Weide, sorgte dafür, dass sie genug zu fressen bekamen und kümmerte sich um sie. Durch die Tiere bekamen sie Wolle und Felle und konnten sich neue Kleidung machen.


Beide Brüder kannten Gott. Sie hatten oft von ihren Eltern gehört, wie sie im Garten Eden ganz nah mit Gott zusammen gelebt hatten. Vielleicht so wie du oft von deinen Eltern oder auch im Kindergottesdienst Geschichten von Gott gehört hast. Aber nur, weil man diese Geschichten hört, heißt es noch lange nicht, dass man auch mit Gott lebt. Gott möchte, dass jeder Mensch einmal umkehrt von seinem eigenen Weg und anfängt mit ihm zu leben. Dazu reicht es nicht, dass man nur Geschichten hört, man muss selber einer Entscheidung treffen. Du musst diese Entscheidung treffen, aber auch Kain und Abel mussten sie selber treffen.


Eines Tages wollten Kain und Abel Gott ein Opfer bringen. Damals brachte man Gott Opfer, um Gott danke zu sagen. Denn das Getreide auf Kains Feld oder die Tiere in Abels Herde würden ohne Gott nicht leben und wachsen können. Kain ging und holte einige von seinen Früchten, die er geerntet hatte. Dann baute er einen Altar und legte seine Früchte darauf. Ich weiß nicht genau, warum Kain das tat. Auf jeden Fall tat er es nicht wirklich, weil er dankbar war. Vielleicht tat er es, weil seine Eltern es ihm gesagt hatten. Neben Kain stand sein Bruder Abel. Auch Abel hatte Gott einen Altar gebaut. Abel hatte eines seiner besten Lämmer geholt, um es Gott zu opfern. Abel war Gott wirklich von ganzen Herzen dankbar.


Beide Brüder brachten Gott ein Opfer. Sie legten ihr Opfer auf dem Altar und zündeten es an. Von außen gab es keinen großen Unterschied, aber in ihren Herzen sah es ganz anders aus. Gott sah in ihre Herzen. Deshalb nahm er das Opfer von Abel an und freute sich darüber. Aber über Kains Opfer freute sich Gott nicht. Ich weiß nicht genau, woran Kain und Abel das erkannt haben. Vielleicht haben sie Gottes Stimme gehört. Vielleicht hat das eine Feuer gebrannt und das andere nicht, oder der Rauch von dem einen Opfer stieg zu Gott in den Himmel oder nicht. Es steht nicht in der Bibel drin, aber Kain merkte ganz klar, dass Gott sich nicht über sein Opfer freute. Und damit wollte Gott Kain zeigen, dass er gesündigt hatte und er wollte ihn zur Umkehr rufen. Gott wollte, dass Kain ihn auch liebhatte.


Manchmal ist Sünde in deinem Leben, ohne dass du es merkst. Du bist neidisch oder undankbar. Aber Gott will dich zur Umkehr rufen. Er zeigt dir, was du falsch machst. Vielleicht liest du einen Bibelvers und merkst: "Oh, ich habe ja ganz anders gelebt, als Gott es möchte." Wie reagierst du dann? Gott ruft dich zur Umkehr. Das heißt, Gott möchte, dass du zu ihm umkehrst, dass du wieder auf Gott hörst und ihn wieder lieb hast.


Kain wusste, wie es in seinem Herzen aussah. Er wusste auch, dass er Gott eigentlich nicht lieb hatte. Aber er wollte nicht umkehren. Als er sah, dass Gott sein Opfer nicht annahm, wurde er wütend und schaute zum Boden. Er wurde auch auf Abel wütend, weil Gott Abels Opfer angenommen hatte. "Kain", sprach Gott Kain an, "warum bist du wütend? Warum schaust du nicht auf, sondern schaust zu Boden? Wenn du gute Gedanken im Herzen hättest, dann kannst du zu mir aufschauen. Aber wenn du schlechte Gedanken hast, dann ist Sünde in deinem Herzen. Lass dich nicht von der Sünde beherrschen! Kehre um zu mir!" Aber Kain hörte nicht zu, was Gott sagte. Gott wollte ihn zur Umkehr rufen, denn Gott liebte Kain trotzdem. Gott liebt dich, egal wie es in deinem Leben aussieht. Egal, was du schon Schlechtes getan hast. Gott liebt dich trotzdem. Deshalb will er auch, dass du zu ihm umkehrst. Egal, was du getan hast, du kannst umkehren. Jesus ist für deine Schuld gestorben, deshalb kannst du Gott um Vergebung bitten und er will dir vergeben.


Kain hätte zu Gott umkehren können, aber er wollte nicht. Stattdessen schmiedete er schlimme Pläne. Er schaute zu seinem Bruder: "Abel", sagte er und versuchte, sehr freundlich zu klingen. "Abel, lass uns doch mal auf dem Feld spazieren gehen." Abel ging mit. Und als die beiden Brüder auf dem Feld angekommen waren, schlug Kain seinen Bruder tot. Kain wurde zum Mörder, nur weil er neidisch auf Abel war. Und Gott hatte Kain gewarnt, aber Kain wollte nicht hören.


Kain ging weg. "Es hat mich ja niemand gesehen", dachte er sich. Aber das stimmte nicht. Gott hatte alles gesehen. Und deshalb fragte er Kain: "Kain, wo ist dein Bruder Abel?" Gott zeigte Kain seine Sünde. Er rief Kain wieder zur Umkehr. Gott wollte, dass Kain erkennt, dass sein Verhalten falsch war und dass er umkehrt. Das möchte Gott auch bei uns. Wenn du erkennst, dass du gesündigt hast, dann bitte Gott um Vergebung. Sag ihm: "Herr, es tut mir leid, dass ich das getan habe. Ich weiß, dass es falsch war und ich möchte es nicht wieder tun. Bitte vergib mir." Gott möchte dir vergeben und er wird es auch tun, wenn du zu ihm umkehrst. Gott wollte, dass auch Kain zu ihm umkehrt. Aber Kain hörte nicht auf Gott. "Ich weiß doch nicht, wo mein Bruder ist", log er. "Wieso sollte ich auf meinen Bruder aufpassen?"


"Was hast du getan?", fragte Gott Kain jetzt direkt. "Das Blut von Abel schreit zu mir. Du wirst jetzt die Strafe tragen müssen. Auf deinem Feld wird nichts mehr wachsen und du wirst von hier weggehen müssen und als Wanderer umherziehen." Das war die Strafe für Kains Sünde. Jede Sünde hat schlechten Folgen und jede Sünde muss bestraft werden. Aber Jesus hat die Strafe für deine Sünde am Kreuz bezahlt, als er gestorben ist. Deshalb kann Gott dir vergeben, wenn du umkehrst. Kain merkte erst jetzt, dass Gott es ernst meinte. Er wollte nicht bestraft werden. "Die Strafe ist zu schwer", flehte er Gott an, "Wenn ich nicht hierbleiben kann und immer als Wanderer umherziehen muss, dann wird mich vielleicht irgendwann jemand umbringen." Was hättest du getan? Ich hätte wahrscheinlich gesagt: "Selbst schuld. Du bist ein Mörder, jetzt musst du damit leben." Aber Gott ist so gnädig und voller Liebe. Er liebt sogar die Sünder, sogar die Mörder. Gott liebte Kain trotz allem. "Dich wird niemand umbringen", versprach Gott. "Ich werde ein Zeichen an dir machen, damit jeder weiß, dass ich auf dich aufpasse." So gnädig ist Gott. Er ist so gnädig, weil er jeden liebt und er möchte, dass jeder zu ihm umkehrt.


Kain war erleichtert. Aber trotzdem musste er weggehen. Er war ein Mörder geworden, weil er nicht auf Gott gehört hatte. Aber trotz allem hätte Kain auch Gott um Vergebung bitten können. Doch das tat er nicht. Ich der Bibel steht: Kain ging weg vom Angesicht des Herrn. Kain ging weg von seiner Heimat, aber er ging auch von Gott weg. Er wollte ohne Gott weiterleben, er wollte nicht umkehren.


Gott liebt dich und Gott möchte, dass du nicht weit weg von ihm gehst, sondern dass du zu ihm umkehrst und mit Gott lebst. Gott ist ein guter Gott und deshalb lohnt es sich, mit ihm zu leben.