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Der gute Hirte

Bibeltext: Johannes 10,1-30

Lehre: Jesus ist der gute Hirte.


Bibelvers: Joh 10,14 (Elb): Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.


Jakob stand jeden Morgen früh auf. Er musste zur Arbeit gehen. Aber er mochte seine Arbeit. Er freute sich jeden Morgen darauf, denn er liebte seine Tiere. Jakob war Hirte. Wenn er morgens aufwachte, lief er mit schnellen Schritten zum Stall. Schon von weitem hörte er die Schafe blöken. Der Türhüter, der in der Nacht aufpasste, öffnete Jakob das Tor. Er kannte Jakob. Und auch die Schafe kannten Jakob. Sie sahen auf und drängten sich zu ihrem Hirten hin. Jakob streichelte einige seiner Schafe. „Guten Morgen Wolli. Hallo Lilli. Hast gut gut geschlafen, Flauschi?“, so begrüßte er einen nach dem anderen. Der Türhüter wunderte sich manchmal. „Die Schafe sehen doch alle gleich aus? Wie kannst du sie unterscheiden?“, fragte er Jakob. „Ich kenne sie sehr gut. Ich weiß, was bei jedem Schaf besonders ist. Ich weiß sogar, welches frech und welches lieb ist.“ Ja, Jakob kannte seine Schafe und er liebte sie. Er war ein guter Hirte.


Wisst ihr, dass Jesus von sich auch sagt, dass er der gute Hirte ist? Einmal war er mit seinen Jüngern und anderen Leuten zusammen. Er erzählte von dem Hirten und sagte dann: (Joh 10,14) „Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ So wie der Hirte seine Schafe ganz genau kennt, so kennt Jesus jeden einzelnen, der zu ihm gehört. Jesus weiß nicht nur, wie du aussiehst, er weiß auch, wie du dich fühlst, wie es dir geht und worüber du fröhlich oder traurig bist. Er kennt dich und er liebt dich, obwohl er auch weiß, dass du manchmal Dinge tust, die nicht so gut sind. Jesus ist der gute Hirte. Aber was tut ein Hirte noch so? Was macht Jakob, wenn er morgens seine Schafe begrüßt hat?


„Kommt mit“, rief Jakob seine Schafe. Sofort drängten sich alle zu ihm hin. Jakob öffnete das Tor und ging hinaus. Seine Schafe folgten ihm, die kleinen und die großen. Seine Schafe kannten ihn. Sie kannten seine Stimme genau. Deshalb hörten sie auf ihn. Die Schafe wussten, dass Jakob sich gut um sie kümmerte. Denn jetzt ging es hinaus auf eine saftige Weide. Jakob ging voran, seine Schafe folgten ihm. Sie kannten den Weg nicht, aber ihr Hirte wusste, wo es lang ging, deshalb vertrauten sie ihm. Jakob brachte sie zu den besten Weiden. Denn er wollte, dass sie alles hatten, was sie brauchten.


„Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben“ (Johannes 10,10b) erklärte Jesus seinen Zuhörern. So wie der Hirte seinen Schafen, möchte Jesus uns alles geben, was wir brauchen, sogar im Überfluss. Das heißt, viel mehr als wir brauchen. Aber wir wissen manchmal den Weg dahin nicht. Du weißt vielleicht nicht, was du tun sollst oder wie du dich verhalten sollst Aber Jesus ist der gute Hirte. Er kennt den Weg. Er weiß, was richtig ist. Deshalb höre auf ihn. Lies in der Bibel und bete. So kannst du Jesus immer besser kennenlernen. Und dann kannst du seine Stimme auch erkennen. Du hörst vielleicht nicht seine Stimme mit deinen Ohren, so wie die Schafe den Hirten hörten. Aber du hörst seine Stimme in der Bibel. Und du hörst sie, wenn andere Christen zu dir reden. Aber manchmal hörst du Jesus Stimme auch in deinem Herzen. Dann spürst du auf einmal, was richtig ist und weißt genau, was Jesus von dir möchte. Höre auf seine Stimme, denn er ist der gute Hirte und er möchte dir alles geben, was du brauchst und noch viel mehr.


Jakob liebte das Leben eines Hirten, aber es war nicht immer einfach. Denn es gab auch viele Gefahren. Während seine Schafe friedlich auf der Weide grasten, beobachtete Jakob ganz genau die Umgebung. Er wusste, hier in der Gegend gab es gefährliche Raubtiere, zum Beispiel die Wölfe. Meist blieben die Wölfe weit genug weg, aber manchmal, wenn sie richtig hungrig waren, dann griffen sie sogar die Schafe an. Auch für Jakob konnten die Wölfe gefährlich werden. Sie hatten scharfe kräftige Zähne. Aber das war Jakob egal. Wenn er einen Wolf sah, dann kämpfte er gegen ihn. Er musste doch seine Schafe verteidigen. Einmal war Jakob krank gewesen. Da war ein anderer Hirte für ihn eingesprungen. Der hatte sich auch gut um die Schafe gekümmert und hatte sie zu einer grünen Weide gebracht. Aber als dann ein Wolf gekommen war, war der andere Hirte einfach weggelaufen. Er hatte Angst gehabt um sein Leben. Und so wichtig waren die Schafe ihm auch nicht, dass er sich selbst dafür in Gefahr brachte. Der Wolf hatte einige Schafe getötet und die anderen waren weggelaufen. Jakob brauchte einige Zeit, um sie alle wiederzufinden. Dieser andere Hirte hatte sich nicht wirklich für die Schafe interessiert. Jakob war anders. Es waren ja seine Schafe. Auch wenn es gefährlich wurde, verteidigte er seine Schafe, selbst wenn er dabei verletzt wurde. „Auch wenn ich sterben würde, ich würde alles für meine Schafe tun“, dachte er sich.


Das ist wirklich ein guter Hirte. Einer, der sogar bereit ist, für seine Schafe zu sterben. Jesus ist der gute Hirte. Wir sind seine Schafe. Wie ein wirklich guter Hirte war Jesus bereit, für uns zu sterben. Jesus erklärte einmal: (Joh 10,11) „Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Wir waren in Gefahr, weil unsere Sünde uns von Gott getrennt hat. Weil du gesündigt hast, kannst du nicht zu Gott kommen. Aber Jesus ist für dich gestorben. Er hat die Strafe für deine Sünde bezahlt. Er hat damit deine Sünde weggenommen. Wenn du zu ihm gehörst, dann kann er dir vergeben und du kannst für immer mit Gott leben. Jesus ist für dich gestorben, er ist ein guter Hirte.


Nicht alle fanden das, was Jesus sagte, gut. Manchen schüttelten verärgert den Kopf. „Was redet der denn da. Er ist doch verrückt“, murrten sie. Nicht alle glaubten an Jesus. Jesus wusste auch warum. „Ihr glaubt mir nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.“


Das ist so wie bei Jakob, dem Hirten. Manchmal traf er andere Hirten mit ihren Herden. Wenn die Weide groß genug war, konnten alle Schafe davon fressen. Jakobs Schafe und die des anderen Hirten liefen alle durcheinander. Doch irgendwann wurde es Zeit, nach Hause zu gehen. Jakob stand auf. „Kommt zu mir“, rief er seine Schafe. Viele Schafe hörten auf zu fressen und drängten sich dich zu ihren Hirten hin. Aber andere Schafe fraßen einfach weiter. Sie hatte auch die Stimme von Jakob gehört, aber trotzdem kamen sie nicht. Jakob machte sich keine Gedanken darum, denn diese Schafe gehörten nicht ihm. Seine eigenen Schafe hatten alle gehört und folgten ihm als er sie nach Hause brachte.


Gehörst du zu Jesus, dem guten Hirten? Glaubst du an ihn? Vertraust du ihm? Er ist ein guter Hirte, er liebt dich und er möchte, dass du zu ihm gehörst, zu seinen Schafen. Das kannst du, wenn du ihn in dein Leben einlädst. Wenn du noch nicht zu Jesus gehörst, dann bitte ihn doch heute darum. Du kannst beten: „Herr Jesus, ich hab bis jetzt nicht mit dir gelebt und auf dich gehört. Danke, dass du für mich gestorben bist. Bitte vergib mir meine Sünden und komm du in mein Leben. Ich möchte zu dir gehören.“ Wenn du Jesus in dein Leben einlädst, dann gehörst du auch zu ihm. Jesus hat versprochen: (Joh 10,27-28) „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ Wenn du zu Jesus gehörst, dann wirst du in Ewigkeit bei Gott leben dürfen. Dann bringt er dich nach dem Leben hier auf der Erde, nach Hause zu Gott im Himmel.


Genauso wie Jakob am Abend seine Schafe in den Stall zurück brachte, damit sie dort sicher waren. Gehörst du zu Jesus, dem guten Hirten?