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Auferstehung Jesu (Maria Magdalena)

(Ostersonntag)


Bibeltext: Joh 20,1-20 (siehe auch: Mt 28,1-10; Mk 16,1-14; Lk 24,1-12)

Lehre: Jesus lebt, lebe mit ihm!


Bibelvers: Joh 11,25 (Luth): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Bibelvers: Offb 1,18 (Luth): Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.


Alles war vorbei. Sie waren so traurig und auch etwas enttäuscht. Für ihn hatten sie gelebt und alles aufgegeben. In ihn hatten sie alle ihre Hoffnung gesetzt. Die Frauen liefen traurig nebeneinander her und unterhielten sich leise. „Haben wir uns geirrt?“ fragte vielleicht eine. „Nein, wir wussten doch alle, dass er Recht hatte. Und das gilt doch jetzt auch noch, oder?“ Ja, eigentlich wussten sie, dass sie sich nicht geirrt hatten. Aber jetzt sah alles so hoffnungslos aus.


Maria Magdalena und die anderen Frauen hatten schon so viel mit Jesus erlebt. Jesus hatte ihnen ein neues Leben geschenkt. Er hatte ihnen Vergebung ihrer Sünden gebracht. Jesus hatte ihnen Hoffnung gegeben. Aber jetzt war Jesus tot. Sie hatten mit angesehen, wie er verspottet und gekreuzigt wurde. Dann hatten sie gesehen, wie man Jesus in das Grab gelegt hatte. Die Gräber damals waren meist Höhlen in Felsen gehauen. Da wurde der Leichnam hineingelegt und ein großer Stein vor gerollt. Das war am Freitag gewesen. Dann begann der Sabbat, der Feiertag für die Juden. An diesem Tag durften sie nicht arbeiten und auch nicht so weit laufen. Deshalb mussten die Frauen an dem Tag zuhause bleiben. Aber jetzt, am 1. Tag der Woche konnten sie los.


Jetzt waren sie auf dem Weg zum Grab. Sie hatten kostbare Öle mitgebracht, für Jesus. Die wollten sie ins Grab legen, damit es gut duftete. So wichtig war ihnen Jesus, auch wenn er jetzt tot war, wenn jetzt alles vorbei war. Eine der Frauen wurde auf einmal noch langsamer: „Der Stein!“ sagte sie. Die anderen schauten sie fragend an. „Was machen wir mit dem Stein? Er ist doch so schwer, dass wir ihn gar nicht wegrollen können. Wie kommen wir an das Grab?“ Daran hatten sie in ihrer Trauer noch gar nicht gedacht. Das Grab war ja mit einem schweren Stein verschlossen. Sie würden ihn nicht alleine wegrollen können. Und außerdem standen dort Soldaten als Wachen. Würden die sie überhaupt bis an das Grab lassen? Während sie noch darüber nachdachten, näherten sie sich dem Grab Jesu.


Aber was war das? Die Frauen schauten überrascht. Der Stein! Er war nicht mehr vor dem Grab. Ein Engel hatte ihn weggerollt. Die Soldaten waren vor Schreck wie ohnmächtig geworden. Dann waren sie schnell weggelaufen. Jetzt sahen die Frauen das offene Grab. Schnell eilten sie dorthin und schauten vorsichtig hinein. Wo war Jesus? Hier hatten sie ihn doch hingelegt? Es war etwas dunkel im Grab, aber auch als sich ihre Augen daran gewöhnt hatten, sahen sie: hier war Jesus nicht mehr. Das konnten sie nicht verstehen. Schnell liefen sie zu den Jüngern und erzählten ihnen alles.


„So ein Quatsch!“ sagten einige Jünger. „Das habt ihr nur geträumt oder euch ausgedacht.“ Sie glaubten nicht. Petrus aber wollte wissen, ob etwas Wahres daran war. Er eilte zum Grab und auch Johannes folgte ihm. Maria hatte keine Ruhe. Was sollte sie nur ohne Jesus tun. Es war alles vorbei. So ging sie auch noch einmal zum Grab. Vielleicht fand sie ja den Leichnam Jesu, vielleicht hatte jemand ihn nur irgendwo anders hingelegt.


Petrus und Johannes fanden genau, was die Frauen ihnen berichtet hatten. Ja, sie hatten recht gehabt. Sie gingen zurück zu den anderen Jüngern. Maria blieb alleine beim Grab. Tränen liefen über ihr Gesicht. Wo war denn nur Jesus? Sie schaute noch einmal in das leere Grab hinein.


Plötzlich sah sie ein helles Licht. Was war denn das? Dort waren 2 Personen. Aber das waren keine Menschen, das waren Engel. „Warum weinst du?“ fragten sie. „Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“ schluchzte sie. Alles war hoffnungslos für sie. In dem Moment war es ihr sogar egal, dass sie einen Engel direkt vor sich sah.


Ich stelle mir vor, wenn ich einen Engel sehen würde, ich wäre bestimmt sehr aufgeregt darüber. Aber Maria war nur traurig. Jesus war für sie alles gewesen. Er hatte ihr neues Leben gegeben und jetzt war alles vorbei.


Wer ist Jesus für dich? Ist er nur einer, von dem man gerne Geschichte über Wunder hört? Ist Jesus für dich jemand, der uns sagt, was wir alles nicht tun dürfen? Für Maria war Jesus alles gewesen. Nimm dir einmal Zeit, darüber nachzudenken, wer Jesus für dich ist. Jesus will dir neues Leben geben. Er will dir Hoffnung geben, wenn du traurig bist. Er will dir helfen, wo du Hilfe brauchst. Und er will mit dir leben. Er will mit dir im Alltag dabei sein, in der Schule, bei deinen Freunden, überall. Maria hatte all das erlebt. Sie hatte erlebt, dass es sich lohnt, mit Jesus zu leben. Aber jetzt war sie sehr traurig.


Maria hörte, dass dort noch jemand war. Aus den Augenwinkeln sah sie, dass dort ein Mann stand. Bestimmt der Gärtner. Vielleicht konnte der ihr helfen. Vielleicht wusste der, wo Jesus war. „Warum weinst du?“ hörte sie die Stimme des Mannes. „Hast du Jesus weggebracht? Kannst du mir sagen, wo er ist?“ weinte sie.


„Maria!“ Der Mann rief ihren Namen. „Maria!“ das war doch die Stimme von Jesus gewesen. Jesus, ihren Herrn. Ja, er war es wirklich. Er stand vor ihr. Warum hatte sie ihn nicht erkannt? Sie hatte die Augen voller Tränen gehabt und am allerwenigsten damit gerechnet, dass Jesus dort lebendig vor ihr stehen könnte. Aber er war es. „Meister!“ rief sie voller Freude. Jesus war nicht mehr tot! Jesus war lebendig. Sie hatte seinen Leichnam gesucht, aber hier stand er lebendig vor ihr. Jesus war auferstanden. Damit hat er gezeigt, dass er sogar stärker ist als der Tod. Er hat damit bewiesen, dass alles stimmt, was er gesagt hat. Wie erleichtert muss Maria gewesen sein. Jesus war für sie alles gewesen und jetzt wusste sie: Es lohnt sich wirklich, mit Jesus zu leben. Denn Jesus lebte!


Jesus lebt. Nicht nur damals, er lebt immer noch. Er ist heute lebendig und bei uns. Du kannst ihn erleben. Du kannst ihn kennen lernen. Du kannst mit ihm reden. Tu das. Wenn du ihn noch nicht kennst, dann bitte ihn, dass er sich dir zeigt. Du wirst ihn nicht so vor dir sehen, wie Maria, aber du wirst ihn in der Bibel finden und in deinem Leben.


Maria lief voller Freude zu den Jüngern. Sie mussten es hören. Sie mussten wissen, dass Jesus lebte, dass ihre Hoffnung nicht umsonst war. „Er lebt! Er lebt!“ hat sie vielleicht schon von Weitem gerufen. „Ich habe ihn gesehen! Er lebt!“ Aber die Jünger waren immer noch so traurig über alles, dass sie es gar nicht glauben konnten.


Vielleicht geht es dir genauso, wenn du anderen von Jesus weitersagst. Sie wollen es nicht glauben. Oder sie können es nicht glauben. Dann bete für sie. Sie müssen Jesus selbst kennen lernen, dann werden sie an ihn glauben.


Die Jünger konnten nicht glauben, was Maria erzählte. Sie waren traurig und sie hatten Angst. Sie schlossen die Tür zu dem Raum ab, in dem sie sich getroffen hatten. Vielleicht überlegten sie, was sie jetzt tun sollten. Plötzlich schrie jemand auf. Alle starrten in die Mitte des Raumes. Was war das? Ein Geist? „Friede sei mit euch!“ sagte Jesus, der jetzt in ihrer Mitte stand. Er war zu ihnen gekommen, damit auch sie es glauben konnten, dass er lebt. Jetzt konnten auch die Jünger ihn sehen und mit ihm reden, genau wie Maria. Sie schauten auf seine Hände und Füße. Dort sah man die Narben von der Kreuzigung. Ja, er war es wirklich. Sie konnten glauben und sich endlich wieder freuen. Jesus unterhielt sich mit ihnen, wie vorher auch.


Jesus ist danach noch vielen Menschen erschienen. Über 500 Leute haben ihn gesehen und konnten bezeugen: Jesus lebt, er ist auferstanden.


Jesus lebt auch heute noch. Und er will auch mit dir leben. Wie wichtig ist Jesus dir? Lebst du mit ihm?