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Mefi-Boschet


Bibeltext: 2. Samuel 9

Lehre: Gott nimmt dich an, weil er dich liebt


Bibelvers: Joh 1,12 (Luth): Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.


(auf irgendetwas klopfen) "Aufmachen! Im Namen des Königs!" Jetzt waren sie also doch gekommen, um ihn umzubringen. Es gab kein Entkommen mehr. Der König hatte ihn also gefunden. Und es gab nichts, was Mefi-Boschet hätte tun können. Sein Leben war vorbei. Dabei hatte es so gut angefangen.


Immerhin war Mefi-Boschet der Sohn des Prinzen. Er würde einmal Sohn des Königs und dann später selbst König sein. Mefi-Boschet ging es gut, aber nur ein paar Jahre lang. Als er gerade mal 5 Jahre alt war, passierte es dann.


Sein Vater Jonathan war der Sohn des Königs Saul. Und Saul regierte. Aber dann gab es Krieg mit den Philistern. Mefi-Boschet selbst bekam davon nicht so viel mit. Er war noch klein. Er merkte nur, dass sein Vater nicht da war und alle in großer Sorge waren. Und an einem Tag geschah das Befürchtete. König Saul und Jonathan, Mefi-Boschets Vater, starben beide am selben Tag. Die Feinde waren einfach zu stark. "Saul ist tot und seine Söhne auch", diese Nachricht verbreitete sich sehr schnell im ganzen Land. Und sie kam auch zu Mefi-Boschet. Das Kindermädchen passte gerade auf ihn auf. Sie hörte die Nachricht und dachte nur an eines: fliehen, so schnell es ging. Denn wenn ein König besiegt war, dann war seine ganze Familie in Gefahr. Die Feinde würden nicht eher ruhen, bis alle umgebracht waren. Das Kindermädchen nahm Mefi-Boschet schnell auf den Arm, um mit ihm wegzulaufen. Aber sie war so nervös und unvorsichtig. So passierte es, dass sie Mefi-Boschet fallen ließ. Er fiel so unglücklich, dass er sich beide Beine verletzte.


Aber Mefi-Boschet lebte. Doch das Leben war nun ganz anders. Eigentlich hätte er irgendwann König werden sollen, doch nun lebte er immer in großer Angst. Jeden Tag dachte er daran, dass seine Feinde ihn finden und töten könnten. Außerdem heilten seine Beine nicht mehr richtig. Die Ärzte konnten ihm auch nicht helfen. Und Seit dem Tag konnte er nicht mehr richtig laufen.


Was für ein Unterschied. Aber das erinnert mich daran, wie unser Leben aussieht. Gott ist der mächtigste König. Und er hat uns geschaffen. Er hat uns gemacht, damit wir mit ihm leben können. Aber wie sieht unser Leben aus? Wir leben ohne Gott. Und im Gegensatz zu Mefi-Boschet ist es bei uns unsere eigene Schuld. Denn wir alle waren Gott ungehorsam. Wir leben nicht so, wie es Gott gefällt und können deshalb gar nicht mit ihm leben. Oder hast du noch nie etwas Falsches getan? Durch unser Leben sind wir Gottes Feinde geworden. So wie Mefi-Boschet auf einmal nicht mehr Sohn des Prinzen, sondern Feind des neuen Königs war.


Schon einige Jahre lang hatte Mefi-Boschet in dieser Angst gelebt. David war der neue König geworden. Mefi-Boschets einzige Hoffnung war, dass David nichts von ihm wusste und ihn nicht fand. Aber jetzt war es zu spät. Jetzt standen die Soldaten des Königs vor seiner Tür. Sie hatten ihn gefunden. Und Mefi-Boschet konnte nicht einmal weglaufen. Er musste mitkommen. Voller Angst wurde er von den Soldaten zu David, dem neuen König, gebracht und stand nun vor ihm.


Ungefähr so stelle ich es mir vor, wenn ein Mensch vor Gott kommt. Gott ist ein gerechter und heiliger König. Und wir haben für unseren Ungehorsam den Tod verdient. Eigentlich gibt es keinen Grund, warum Gott uns nicht bestrafen sollte. Eigentlich hat Gott keinen Grund, gnädig zu sein. Immerhin sind wir durch unser Verhalten seine Feinde geworden. Stell dir vor, du stehst als Feind vor dem allmächtigen Gott. Mefi-Boschet hat sich ähnlich gefühlt.


Als er dann zu David kam, warf er sich vor ihm auf den Boden. Er hatte Angst. "Hier bin ich, dein Knecht", sagte er zu David. Aber was sagte David da? "Fürchte dich nicht!" Mefi-Boschet verstand das nicht. Er hatte doch allen Grund, sich zu fürchten. Mefi-Boschet wusste nicht, dass David ihn extra hat suchen lassen. David war jetzt schon einige Zeit König. Aber er dachte oft an seinen alten Freund Jonathan. "Ob wohl noch jemand aus Jonathans Familie lebt", hatte er überlegt. "Ich hab doch Jonathan vor seinem Tod versprochen, seiner Familie Gutes zu tun." David fragte herum und bekam schließlich die Antwort: "Ja, es lebt noch ein Sohn von Jonathan, Mefi-Boschet. Aber der ist gelähmt." "Was soll ich mit einem gelähmten jungen Mann anfangen", hätte David denken können. Aber das tat er nicht. Er dachte an sein Versprechen und ließ Mefi-Boschet holen.


"Fürchte dich nicht!", sagte David zu Mefi-Boschet, als er seine Angst sah. "Du sollst den ganzen Besitz deines Vaters zurückbekommen." Mefi-Boschet verstand gar nichts mehr. Er hat gedacht, er würde umgebracht werden. Aber jetzt war David so gnädig. "Aber, ich habe das doch gar nicht verdient.", erwiderte Mefi-Boschet. "Dein Vater und ich wir waren Freunde. Ich habe ihm versprochen, seiner Familie Gutes zu tun. Deshalb will ich dir Gutes tun."


Genauso ist Gott. Wir haben es nicht verdient, dass Gott uns Gutes tut. Aber er möchte es. Deshalb ruft Gott uns, seinen Feinde. Er ruft dich, obwohl du sein Feind bist. Er möchte dir deinen Ungehorsam vergeben. Jesus ist dafür am Kreuz gestorben. Und Gott lädt dich ein, sein Kind zu werden. Ein Königskind. Obwohl du es nicht verdient hast. Nimmst du Gottes Einladung an?


"Du sollst von jetzt an jeden Tag mit an meinen Tisch essen. Du sollst sein, wie ein echtes Königskind", versprach David Mefi-Boschet. Was denkt ihr, tat Mefi-Boschet? Hat er die Einladung angenommen? Natürlich. Jetzt war er nicht länger ein Feind des Königs. Stattdessen bekam er den ganzen Besitz seines Vaters wieder zurück. Der Knecht seines Vaters, Ziba, sollte jetzt sein Knecht sein. Und Mefi-Boschet selbst durfte jeden Tag am Tisch des Königs mitessen. Natürlich nahm Mefi-Boschet diese Einladung an.


Gott lädt dich ein, sein Kind zu werden. Nimmst du diese Einladung an?